Wird der Velospeeder eBike-Nachrüstsatz auch an Endkunden verkauft?

project_51448Wird der Velospeeder eBike-Nachrüstsatz auch an Endkunden verkauft?

Dieser Frage gingen wir nach, denn wir wollten es genau wissen. Wir haben daher über einen öffentlichen Beitrag zur Investorensuche auf Facebook unsere Fragen gestellt. Berechtigterweise ist diese Frage wichtig, denn in der Vergangenheit sind einige neuen Hersteller von eBike-Nachrüstsätzen, deren System sich ebenfalls für die Nachrüstung eignet, von diesem direkten Vertriebskanal an Endkunden aufgrund der rechtlichen Haftungsfragen abgewichen. Das Thema wird intern bei Velogical diskutiert, kann aber noch nicht abschließend bewertet werden. Bleibt also abzuwarten, ob der Motor auch direkt an den Endunden zum Nachrüsten des eigenen Fahrrades verkauft wird.

Übersicht eBike Nachrüstsätze von inside-ebike.com

Hier kommt der Auszug:

inside eBike:  Wird der eBike-Nachrüstsatz auch für Endverbraucher angeboten (B2C) oder nur für OEMs?

Velogical: Diese Frage ist intern noch nicht abschließend geklärt. Endkunden mit handwerklichen Fähigkeiten wie sie bei Fahrradmonteuren vorauszusetzen sind, werden die Montage sicher bewerkstelligen. Einmal justiert sitzt der Antrieb stabil. Die Optimierung und Straffung des Montageprozesses für die Kundensituation von Endverbrauchern ist u.a. Gegenstand des Feintunings im aktuellen Vorserienstadium.

inside eBike: Neben dem Thema ‚Montage‘ spielt doch aber auch das Thema ‚Haftung‘ eine große Rolle, oder? Andere Anbieter von Nachrüstsystemen haben sich aus diesem Grund von dem B2C Markt distanziert. Sehen Sie hier Risiken für Ihr Unternehmen?

Velogical: Das Thema Haftung ist uns sehr bewusst, Risiken gibt es und sie wollen wohlüberlegt kontrolliert sein. Für den B2C Markt sind daher anmeldefreie Pedelecs geeignet. Wir haben ein zuverlässiges wartungsarmes, besonders leichtes Produkt, das dem Fahrer keine erschwerte Fahrzeugbeherrschung abverlangt. Unser Antrieb ist so einfach konstruiert, dass im Servicefall eben nicht das ganze Rad zum Hersteller eingeschickt werden muss (weil es für den Händler eine Art „Black Box“ ist). Wir haben zahlreiche Anfragen rund um den Globus, die sowohl den Sektor B2B als auch B2C betreffen. Deshalb beschäftigen wir uns intern auch mit dem Thema B2C. Zur Schaffung einer Servicestruktur generell, arbeiten wir am Aufbau entsprechender Partnerschaften. Für welches Marktsegment interessieren Sie sich im Besonderen?

inside eBike: Das Thema eBike Nachrüstsystem verfolge ich schon länger, denn in der Tat könnte es den Markt revolutionieren. Dennoch sind die Gefahren bzgl. Haftung im Schadensfall nicht gering. Ich habe schon mit einigen Herstellern gesprochen, die anfangs auch direkt an den Endkunden verkaufen wollten und dann in der Strategie umgeschenkt sind.

Ein Beispiel: Wer haftet, wenn XYZ Ihr Nachrüst-Kit an einem Fahrrad verbaut und z.B. durch zu hohe Beanspruchung (Lasten die in den Rahmen eingetragen werden, höhere Geschwidigkeiten etc.) die Bremse versagt oder der Rahmen bricht und es aufgrund dessen zu einem Unfall kommt. Wer kommt in diesem Fall für die Unfallkosten auf? Wer kommt in diesem Fall für die Reparatur oder Ersatz des Fahrrades auf.

XYZ kann in diesem Fall der Fachhändler sein oder auch eine Privatperson.

Velogical: Bei Schadensfällen im Zusammenhang mit dem eAntrieb haftet der Hersteller. Das sind entweder wir oder ein Geschäftspartner, der einen eAntrieb nachrüstet, was einige spezialisierte Händler durchaus erfolgreich betreiben. Dieser Personenkreis wird ganz klar zum Hersteller.
Diese Risiken müssen bei diesem Vertriebsweg durch eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgedeckt sein, so wie es bei Herstellern üblich ist. Aus der uns bekannten Praxis von nachrüstenden Händlern, ist der Schadensfall eines in der Praxis brechenden Fahrradrahmens durch die Einleitung von Bremskräften eines Standrad-Pedelcs, oder eBikes kein signifikant bekanntes Problem, auch weil Händler vorausschauenderweise nicht jedes x-beliebige Kundenrad umrüsten. Experten, denen wir unseren Antrieb vorstellten, sehen in unserem Leichtantriebskonzept keine grundsätzlichen Risiken begründet, die ein verkehrssicheres Fahrrad durch Nachrüstung destabilisieren. Zu umschiffende Klippen sind im Nachrüstgeschäft tatsächlich die tech. Machbarkeit, ökonomische Voraussetzungen, die Wartungsarbeiten und der Support. Hier bringen wir konstruktionsbedingt insgesamt sehr gute Voraussetzungen mit. In jedem Fall sollen Fahrräder, an denen eine Nachrüstung durchgeführt wird, den relevanten Normen und Qualitätskriterien der Fahrradindustrie entsprechen, die für die Hersteller von Fahrradrahmen gelten. Die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen in internationalen Märkten sind ein anderes Thema. Unser Ziel ist es, unter den möglichen Optionen für Vertriebswege Wege zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen gangbar zu machen und die Rückmeldungen, die wir erhalten signalisieren uns den großen offenen Bedarf für ein leichtes, leistungsfähiges, unproblematisches und universelles eAntriebssystem – natürlich müssen wir noch Detailentwicklungsarbeit leisten. Aus den hier genannten Gründen ist B2C daher eine Option, die wir uns erfindungsgemäß offenhalten, zu der wir jetzt und hier aber noch keine abschließend gültige Stellungnahme abgeben können. Sobald wir konkret an den Markt gehen, werden wir die offenen Optionen kanalisieren. Damit wir möglichst bald in jeweils geeigneter Form in internationale Märkte gehen können, werben wir auf Fundernation um Unterstützung gegen Teilhabe am geschäftlichen Erfolg unseres Startups.

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