Wird der Fahrradhelm zur Pflicht?

Ein vielleicht bahnbrechendes Urteil fällt am Dienstag der Bundesgerichtshof. Es geht um die Klage einer Fahrradfahrerin, die bei einem Unfall schwere Schädelverletzungen erlitten hatte. Die Richter hatten ihr in der Vorinstanz ein Mitverschulden in Höhe von 20% angelastet, weil sie keinen Helm trug. Die Diskussionen schlugen in den vergangenen Tagen Wellen und die Radlerlobby empörte sich und fragte, wieso man zahlen sollte, wenn es doch keine Helmpflicht gibt?

Es wird sich positioniert und mit Argumenten um sich geworfen. Die Berichterstattung zu diesem Thema nimmt kein Ende.

Zum einem gibt es Studien, die belegen, dass man sich mit dem Helm schwere Verletzungen zufügen kann (ähnlich der Anschnallgurt-Debatte in den 70ern Jahren) und weniger Menschen aufs Rad steigen, wegen dem Umstand Helm. Zum anderen zeigt die Zukunft doch genau in die Richtung der zweirädrigen Mobilität, ob mit oder ohne Motor. Deswegen wird die Anzahl der Unfälle mit Zweirädern weltweit zwangsläufig ansteigen.

Wenn wir rechtzeitig diesen Bewusstseinswandel anstoßen, können zukünftige Generationen mit weniger Risiko ihre einspurige Mobilität genießen.

[zum Artikel im Tagesspiegel]

[Zum Artikel im Magazin „Deutsche Anwaltsauskunft“]

Kommentarfunktion ist geschlossen.