Weihnachtsmann-Flashmob – Lieber hübsch eingepackt als falsch eingeparkt

Lieber hübsch eingepackt als falsch eingeparkt: Weihnachtsmann-Flashmob packt Falschparker ein und wünscht sich mehr Rücksicht, höhere Bußgelder und ein besseres Miteinander im Verkehr

Einmal, zu Weihnachten, sich über Falschparker freuen? Am Samstag ist es so weit. Ein Weihnachtsmann-Flashmob packt Falschparker in zweiter Reihe, aber auch auf Geh- und Rad-wegen, hübsch ein. Denn auf dem Wunschzettel zu Weihnachten und an den Verkehrsminister steht: Ein besseres Miteinander im täglichen Verkehr, aber auch höhere Bußgelder für Falschparker.

DHL, Lieferdienste & CO. machen es jetzt wieder in den Weihnachtstagen vor: einfach mal in zweiter Reihe oder auf dem Radweg stehen, der Rest ist egal, Nachahmer inklusive. Auch der Stress vor Weihnachten, schnell noch ein paar Geschenke kaufen, scheint genug Rechtfertigung zu sein, als Falschparker gefährliche Situationen oder Staus zu verursachen.

Damit trotzdem Freunde aufkommt, wollen Weihnachtsmänner die Zuparker-Autos am kommenden Samstag in Berlin hübsch verpacken, wie ein Geschenk, mit regenfester Plastikfolie und einer Schleife auf dem Dach. „Einmal im Jahr möchten wir uns über Falschparker freuen können, hübsch eingepackt, als freundliche Erinnerung an ein besseres Miteinander im täglichen Verkehr“, so Heinrich Strößenreuther, Initiative clevere Städte. „Neben dem Zuckerbrot gibt es aber auch die Forderung für höhere Bußgelder für Falschparker an den Verkehrsminister“.

Dazu hat die Initiative clevere Städte die Petition „Machen Sie das Zuparken teurer, Herr Verkehrsminister“ mit Unterstützern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden gestartet. Ziel ist, die Bußgelder für Zuparker auf EU-Niveau von 80 – 130 Euro anzuheben. Mehrere Landesverbänden des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland sowie von Verkehrspolitikern aus EU und Bundesländern unterstützten die Petition inzwischen ebenfalls offiziell.

Der BUND und ADFC Berlin sowie die Initiative clevere Städte haben im nun zu Ende gehenden Jahr 2014 wiederholt auf diese gefährliche und untragbare Situation im Verkehr hingewiesen. Passieren tut seitens der Amt und Polizei zu wenig. Die Bußgelder für das Zuparken anderer sind lächerlich gering, 75% unter dem EU-Niveau. Ein freundliches Wort endet mindestens in einer Beschimpfung, nicht selten in einer Bedrohung.

„Wir Weihnachtsmänner wünschen uns zu Weihnachten, dass endlich was passiert: Höhere Bußgelder sind erforderlich, mehr Rücksicht und ein besseres Miteinander im Verkehr wäre besser, aber Appelle gab es schon genug.“, so Strößenreuther. „2015 muss besser werden“.

Treffpunkt: Leipziger Platz 15, Berlin, Samstag, 20.12., 14 Uhr: https://www.facebook.com/events/1578456139052089/

Anpacken für freie Radwege. Nikolaus-Flashmob vom 13.12.2014 zur Petition „Zuparken teurer machen“

Kommentarfunktion ist geschlossen.