Trendthema: eBike Sicherheit

eBikes erfreuen sich stark steigender Beliebtheit. Parallel dazu berichten immer mehr Medien über Unfälle mit eBikes und verweisen auf starke Zunahmen in den Unfallstatistiken. Zieht der „grüne Elektromobilitätsboom“ einen dunklen Schatten Namens Verkehrssicherheit mit sich? Wie sicher ist eBike fahren wirklich und was tun Hersteller gegen die vermeintlich höhere Unfallgefahr bei eBikes? Antworten auf brennende Fragen liefert ein Blick in die Schweiz. Anlass bietet die breit angelegten Präventionskampagne „Das eBike ist schneller als man denkt“ der schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) mit der dahinterliegenden Sicherheitsanalyse zu eBikes im Strassenverkehr.

eBike – ein Sicherheitsrisiko? Ein Blick in die Unfallstatistik.

Der Untersuchungszeitraum 2011-2013 zeigt in absoluten Zahlen einen deutlichen Anstieg der polizeilich registrierten eBike Unfälle. Die Unfallzunahme geht jedoch proportional mit der Erhöhung des eBike-Bestands einher. Im Bericht konsultierte Studien wiesen keine Unterschiede in der Unfallhäufigkeit zwischen eBike und Fahrradfahrern nach. Jedoch sind polizeilich registrierte eBike Unfällen im Vergleich zu Unfällen mit Fahrrädern schwerer. Obwohl eBike Fahrer im Durchschnitt schneller Unterwegs sind, orten die Autoren das höhere Alter und die damit erhöhte Verletzlichkeit der eBike Nutzer als Hauptgrund. Die Unfallstatistik zeigt eine Zunahme der unfallschwere mit steigendem Alter. Ein Zusammenhang zum benutzten eBike Typ (schnell/langsam) war nicht erkennbar.

Die gute Nachricht für alle eBike-Fahrer: statistisch gesehen ist die Benutzung eines eBikes nicht gefährlicher als ein herkömmliches Rad. Das Leid durch Unfälle verminderbar ist, zeigt die Analyse der Unfallursachen.

Unfallursachen

Während bei S-Pedelcs die Hauptunfallursache von schweren Unfällen Kollisionen sind, sind die langsamen Pedelecs meist von Selbstunfällen betroffen. Die ungleiche Verteilung der Unfalltypen ist durch folgende Umstände erklärbar. Erstens werden langsame eBikes möglicherweise von weniger erfahrenen Personen gefahren. Zweitens ist es denkbar, dass die Geschwindigkeit schneller eBikes stärker unterschätz wird, was die Kollisionswahrscheinlichkeit erhöht. Als Hauptursache von Alleinunfällen wird dennoch die Geschwindigkeit (22%) genannt, dicht gefolgt von Unaufmerksamkeit / Ablenkung (20%) und der Fahrzeugbedienung (15%). Gemäss Ursachenanalyse scheinen sich eBike-Fahrer der erhöhten Geschwindigkeit bewusst, unterschätzen aber möglicherweise deren Folgen.

bfu Report 72 schwere Personenschäden

Ist die Unfallursache eine Kollision, sind in 70% der Fälle die Kollisionsgegner die Hauptverursacher. Da sich die übrigen Verkehrsteilnehmer der Geschwindigkeit der eBikes nicht bewusst sind, ist die Vortrittsmissachtung die mit Abstand häufigste Kollisionsursache. Eine Häufung dieser von eBike Fahrern unverschuldeten Unfälle sind an Kreisverkehrsplätzen und Knotenpunkten zu beobachten.

Neben der Fähigkeit das eBike auch in kritischen Situationen, wie starken Brems- oder Ausweichmanövern zu beherrschen, dürfte auch der Fahrzeugbau die Unfallursachen wesentlich beeinflussen. Gemäss Bericht sind insbesondere eine suboptimale Gewichtsverteilung, unerwartetes Motorverhalten (Verzögerung & Nachlaufen) sowie die Stabilität des Rahmens nicht zu unterschätzende Faktoren. Zudem werden einspurige Fahrzeuge wegen ihrer schmalen Silhouette schlecht wahrgenommen und hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit unterschätzt. Die Berichtsverfasser richten sich zum Schluss des Berichts daher auch direkt an die eBike Hersteller und empfehlen den Verbau einer Lichteinschaltautomatik und der Geschwindigkeit und Gewicht angepasster Bremssysteme. Ein Vorreiter mit eigenem Sicherheitskonzept ist die noch kleine Schweizer eBike Manufaktur YouMo.

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YouMo ein Vorreiter in Sachen eBike Sicherheit

Sicher und trotzdem attraktiv designt, gepaart mit jeder Menge Fahrspass. Das ist YouMo. Kopf hinter dem eigenen Sicherheitskonzept ist YouMo Initiator Knut Späte, der bereits bei Konstruktionsbeginn den Sicherheit eine hohe Bedeutung beigemessen hat.

Der Schlüssel des Sicherheitskonzepts ist die Cruiser-Geometrie des Aluminiumrahmens. Diese lässt den Fahrer nicht nur super bequem Platz nehmen. Die Gewichtsverteilung ist optimal ausbalanciert und beugt dem Ausbrechen von Vorderrad oder Heck vor. Der Akku sitzt in der Mitte des Bikes am tiefsten Punkt des Rahmens. Der Motor ist in der Hinterradnabe integriert. Die vergleichsweise tiefe Sitzposition des Fahrers ermöglicht im Sattel sitzend das Abstellen der Füsse am Boden und verhindert somit ein Umkippen im Stand. Gleichzeitig erhält der Fahrer durch die aufrechte Haltung einen optimalen Überblick über den Verkehr. Der tiefe Körperschwerpunkt und der geschwungene Lenker verteilen die Kräfte bei starken Bremsmanövern auf die gestreckten Arme und verhindern ein über den Lenker rollen. Gebremst wird mit hydraulischen eBike-Scheibenbremsen.

YouMo Frontlampe Ruecklicht

Die doppelten Oberrohre maximieren die Rahmenstabilität und die damit verbundene Frontverkleidung lässt das YouMo bullig und schnell wirken. Das steigert die Wahrnehmung bei den anderen Verkehrsteilnehmern massiv und wird durch die Montage des Zusatzakkus (der Reichweiten von bis zu 240km ermöglicht) noch weiter gesteigert. Zur Visibilität trägt auch das integrierte Lichtsystem mit automatischer Einschaltsteuerung bei. Die breiten Ballonreifen bügeln die Unebenheit der Strasse aus und verhindern in Stadtverkehr zugleich das hängen bleiben zwischen den Geleisen. Das Sicherheitspaket überzeugt auch die bfu-Präventionsfigur Franky Slow Down, der für „angepasste Geschwindigkeit auf eBikes wirbt.“

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Der komplette bfu-Report Nr. 72 „E-Bikes im Strassenverkehr – Sicherheitsanalyse“ steht hier zum Download bereit.

Bilder: YouMo

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