Tipps für eBike Batterien: Winterschlaf

Fahrrad_Winter_240005_original_R_K_by_Christoph Anzenhofer_pixelio.de_webFahrradfahren ist für die meisten unter uns eine saisonbedingte Fortbewegungsalternative, die je nach Wetter und Temperatur mal mehr, mal weniger genutzt wird. Auch wenn das Radeln mit elektrischer Unterstützung viel Spaß mit sich bringt, werden wohl die allermeisten ihre eBikes über die kalten und nassen Monate in den Winterschlaf schicken. Schlichtes Abstellen im Keller oder in der Garage, wie sonst vielleicht üblich, ist in diesem speziellen Fall aber nicht anzuraten. Immerhin ist in den eBikes von heute eine Lithiumbatterie verbaut, die schon ein wenig Pflege und fachgerechtes Handling bedarf.

Die Behandlung und Pflege der mechanischen Teile eines Fahrrades (Putzen, Kette und Ritzel ölen… etc.) kann man überall in den Bike Magazinen oder Blogs nachlesen oder man bringt es zum Fahrradhändler / Fahrradmechaniker seines Vertrauens.

In der Industrie werden die Lithiumbatterien immer bei ca. 30% gelagert. So werden sie auch schon von den Herstellern angeliefert, vorgeladen. Der Füllstand von 30% ist eine etablierte Größe, die sich durch Untersuchungen als die beste herausgestellt hat. Bei dieser Vorladung lässt sich die Lithiumbatterie am besten lagern. Die kalendarische Degradation, also die Alterung der Chemikalien innerhalb dieser Batterie, ist somit am geringsten. Diesen Zustand sollte man zu Hause auch beachten. Am besten man baut die eBike Batterie in der Winterpause aus und lädt sie bis ca. 30 – 50 Prozent auf. 30 Prozent muss man nicht zwingend einhalten, denn kein Ladegerät und auch keine Anzeige an der Batterie können den Füllstand genau anzeigen. Die meisten zeigen ihn in unterschiedlichen Stufen mittels LEDs an. Alle zwei Monate sollte man den Füllstand mittels Status-Led an der Batterie überprüfen, um gegebenenfalls wieder auf den optimalen Füllstand nachladen zu können. Er sollte sich niemals komplett entladen, das könnte ihm schaden.

Nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) ist eine Tiefenentladung bei den im E-Bike-Bereich verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus noch aus einem anderen Grund kritisch: Wird solch eine Batterie monatelang nicht genutzt und dann erstmals wieder geladen, besteht – genau wie bei einem defekten Akku – Brandgefahr. Denn Lithium-Ionen-Akkus reagieren laut dem IFS sehr empfindlich auf Tiefenentladung.

Der Platz, an dem die eBike Batterie geladen wird, sollte grundsätzlich so gestaltet sein, dass keine Flammen auf brennbare Materialien übergreifen können. Hier wäre als Untergrund für Batterie und Ladegerät z.B. ein Fliesen- oder Steinboden ideal.

IFS-Geschäftsführer Hans-Hermann Drews rät außerdem, am Ladeplatz einen Rauchmelder anzubringen.

Beitragsbild: Christoph Anzenhofer  / pixelio.de