Roland Berger: Shared Mobility wird stark zunehmen

Eine neue Studie von Roland Berger zeigt auf, dass in den kommenden Jahren die Mobilitätsangebote rund um das Thema Sharing stark zunehmen werden.

Die Menschen zieht es zunehmend in die Ballungsräume, wo Wohnräume und Parkplätze nur in begrenztem Maße vorhanden sind und die Mobilitätsangebote auch den Individualverkehr erreicht. Die Einstellungen der heranwachsenden Bevölkerungsschicht in urbanen Räumen zu Besitz und Eigentum ändern sich sichtlich, sodass die Angebote für Mobilität hierfür speziell angepasst werden müssen.

Vier Wachstumsfelder hat die Strategieberatung analysiert: Carsharing, Ridesharing, Bikesharing und das Shared Parking.

Carsharing:

Dieser Markt wird bis 2020 voraussichtlich um 30 Prozent jährlich wachsen – auf 5,6 Milliarden Euro Umsatz weltweit. Dabei entstehen zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten im Business-to-Business-Bereich (Flottenmanagement), im Kundengeschäft (Autovermietung) sowie im sogenannten Peer-to-Peer-Bereich (Ausleihe von Privat zu Privat).

Ridesharing

Der Markt für organisiertes Mitfahren und Taxidienste auf kurzen und mittleren Strecken wird am stärksten zulegen – um rund 35 Prozent jährlich. Bis 2020 dürfte das weltweite Marktvolumen rund 5,2 Milliarden Euro betragen. Vor allem das Ridesharing mit privaten Fahrern wird im städtischen Bereich deutlich zunehmen.

Bikesharing

In vielen europäischen und amerikanischen Städten etabliert sich gerade das Fahrrad als das innerstädtische Verkehrsmittel schlechthin. Der flächendeckende Einsatz von E-Bikes sorgt für einen weiteren Wachstumsschub, weil sich dadurch neue Kundenschichten erschließen lassen. So wird der weltweite Markt für den Fahrradverleih bis 2020 um rund 20 Prozent jährlich weiterwachsen – auf bis zu 5,3 Milliarden Euro.

Shared Parking

Die Parkplatzsuche in Großstädten ist eine der größten Hürden für Autofahrer. Durch die mobile Kommunikation und die Einbeziehung von privaten Stellplätzen öffnet sich daher ein neuer, attraktiver Markt. Dieser wird voraussichtlich um 25 Prozent jährlich wachsen und bis 2020 ein Geschäftsvolumen von rund 2 Milliarden Euro erreichen.

Quelle: Roland Berger

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