Lillestrøm zahlt Steuern an Radfahrer, eBiker und Fußgänger zurück

Ich wäre schon reich, gäbe es das in Deutschland…

Stellt Euch vor, Ihr seid mit dem eBike, mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs und irgendwann werdet Ihr von Mitarbeitern Eurer Stadt gebeten anzuhalten. Natürlich würde sich jeder von uns erst mal fragen, ob es nun eine Verwarnung gibt für Fahren ohne Helm, Fahren ohne Lichtanlage oder gar für das Befahren einer Fußgängerzone. Aber ganz im Gegenteil. Stellt Euch vor, Ihr bekämet Geld von der Stadt, gerade weil Ihr fahrt oder lauft.

Genau das ist Radfahrern und Fußgängern vor wenigen Wochen in Lillestrøm, Norwegen passiert. Die Stadtverwaltung hat sich an zentralen Punkten in der Innenstadt postiert und Radfahrer und Fußgänger angehalten und Geld überreicht. Wer auf einem Zweirad daherkam bekam 100 Kronen und zu Fuß gab es 90 Kronen. Das entspricht ca. 12 und 10,8 EUR.

Lillestroem zahlt Steuern zurueck

Mit diesem Experiment wollte die Stadt die Bürger für die Infrastrukturprojekte der Zukunft sensibilisieren und zugleich darauf aufmerksam machen, was Fortbewegung ohne Auto an Ersparnissen für die Gesellschaft bringt. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass der Norwegische Staat ca. 6 EUR pro Kilometer und Fußgänger und ca. 3 EUR pro Kilometer und Radfahrer spart.

Die Ersparnisse eines durchschnittlichen Trips zu Fuß oder auf dem Bike entsprechen den ausgezahlten Beträgen.

„Die Rückerstattung der Steuergelder hebt einen wichtigen Punkt hervor: Menschen dazu zu bringen, dass sie Laufen oder Radfahren, lohnt sich für die gesamte Gesellschaft“, sagt der Bürgermeister von Lillestrøm Ole Jacob Flætene. „Es ist förderlich für unsere Gesundheit, für die Umwelt und für das Transportsystem.“

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