Freigabe des EnergyBus Kommunikationsstandards

Am 04. Juli wird ein Meilenstein für einheitliche öffentliche Ladestationen für Leicht-Elektro-Fahrzeuge (LEVs) mit dem offenen Standard EnergyBus CiA 454 erreicht. Dies geben die Mitwirkenden am EnergyBus Kommunikationsstandard CAN in Automation e.V., EnergyBus e.V., emtas GmbH und weitere Unternehmen bekannt.

Man kennt das Thema: Es gibt viele verschiedene herstellerspezifische eBike-Batterien mit unterschiedlicher interner Kommunikation, unterschiedlichen Ladesteckern /-buchsen, unterschiedlichen Nominalspannungen und somit auch unterschiedlichen Ladeobergrenzen. Im Automobilsektor hat man die Vereinheitlichung erst über viele Jahre erreicht. Ab 1983 hat Bosch CAN auf Anforderung von Daimler entwickelt. In den Jahren danach haben sich viele kommunikationsstandards im Automobil entwickelt, die aber alle zugunsten von CAN aufgegeben wuren. Seit 1994/95 ist CAN das am meisten verbreitete Protokoll für Automobilanwendungen.

Die eBike-Fahrer haben den Wunsch, ihre eBikes überall an jeder Ladestation laden zu können, ohne immer ein Ladegerät mitführen zu müssen. Die Hersteller dagegen wollen sich über die nicht kompatiblen Schnittstellen abgrenzen, um somit nicht vergleichbar zu Wettbewerbsprodukten zu sein. Die Zulieferer der Antriebssysteme geben oftmals nur eine Garantie auf die Systeme, wenn die Batterien mit den originalen Ladegeräten geladen werden. EnergyBus e.V. arbeitet schon seit 2004 an der Standardisierung der Kommunikationsschnittstelle und dem Stecker.

Das federführend von der emtas GmbH ausgestaltete Kommunikationsprotokoll EnergyBus CiA 454 ist die Grundlage für die internationale Standardisierung, die schon 2015 als IEC-ISO Vornorm verabschiedet werden soll. Der IEC/ISO/TC69/JPT61851-3 Standard ermöglicht eine einheitliche Ladeschnittstelle für alle Arten von Leicht-Elektro-Fahrzeugen vom Pedelec bis zum elektrischen Motorrad.

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