FONTUS – eine selbstauffüllende Trinkflasche

Eigentlich schade, dass diese Erfindung nur mit Wasser funktioniert.

Nie wieder Durst verspüren oder die Reiserouten nach der Wasserversorgung planen. Das verspricht ein junger Designer namens KRISTOF RETEZÁR aus Österreich. Seine Entwicklung macht es möglich, Luftfeuchtigkeit in Trinkwasser zu verwandeln. Die Fontus genannte Trinkflasche für Fahrräder aller Art ist derzeit für den James Dyson Award nominiert.

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Bei optimalen Vorraussetzungen bezüglich Luftfeuchtigkeit und Außentemperatur schafft die Trinkflasche ca. 0,5 Liter Trinkwasser in der Stunde aus der Luft zu gewinnen. Natürlich benötigt man Energie für die Wassergewinnung. Diese wird per Photovoltaik erzeugt.

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Wie es funktioniert:

Für die Kondensation der Luftfeuchte muss man warme, feuchte Luft runter kühlen. Dies geschieht mit einem Peltier-Element, bei dem eine Seite heiß und die andere Seite kalt wird. Beide Flächen sind voneinander getrennt und isoiert. Ein Peltier-Element ist ein elektrothermischer Wandler, der basierend auf dem Peltier-Effekt bei Stromdurchfluss eine Temperaturdifferenz oder bei Temperaturdifferenz einen Stromfluss erzeugt.

Peltier Funktion

Während der Fahrt trifft die Luft in die untere Kammer ein und kühlt die heiße Seite des Peltier-Elements ab. Bei Eintritt in die obere Kammer wird die Geschwindigkeit durch kleine perforierte Zwischenwände gemindert, so dass die Luft Zeit hat, um ihre Wassermoleküle abzugeben.

Ob und wann Fontus auf den Markt kommt ist noch nicht bekannt. Die Anwendung im Sportbereich ist die eine Sache, das Potenzial für Gebiete mit verseuchtem Grundwasser oder gar keinen Zugang zu Grundwasser stellt eine viel größere Bedeutung dar.

Hier geht’s zum EcoHelmet, dem James-Dyson-Award Gewinner von 2016.

[James Dyson Award – Projektseite]

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