E-Radschnellweg in Göttingen

Radfahren in Verbindung mit Mobilität hat Zukunft. Viele wegweisende Verkehrsprojekte in den angrenzenden Ländern, wie England, Schweiz oder den Niederlanden haben vorgemacht, nun ziehen wir Deutschen nach. Die Verkehrssituation für eBikes und Radfahrer in deutschen Städten könnte durchaus besser sein. Fehlende oder zugeparkte Radwege behindern den Radfahrer. Viele potenzielle Radler werden durch solche Zustände abgeschreckt, weil sie sich  unsicher fühlen.

Die Stadt Göttingen gehört zu einer von vier „Schaufenster-Regionen“, die 2012 von der Bundesregierung unter vielen Bewerbern auserkoren wurde, um Pilotprojekte der Elektromobilität voranzubringen. Seit Ende 2013 sind Radler, die vom Zentrum aus in nördliche Richtung fahren – etwa zu den dort gelegenen Einrichtungen der Universität – auf dem E-Radschnellweg unterwegs, der nach Abschluss der Bauarbeiten auf insgesamt vier Kilometern Länge bis zum Hauptbahnhof führen soll. Die Neuanlage von breiten Radwegen, verbesserte Kreuzungsbereiche, optimierte Ampelschaltungen sowie die Ausweisung von Fahrradstraßen zeigt Bürgern und Studierenden ganz konkret, was es braucht, damit der Umstieg aufs Fahrrad leichter fällt: „Ein Gefühl der Sicherheit und das Bewusstsein, mit dem Rad ohne komplizierte Verkehrsführung rasch zum Ziel zu kommen“, wie es Albert Herresthal (Mitinitiator des Branchenkongresses vivavelo) auf den Punkt bringt.

Obwohl der Verkehrsanteil von Fahrrädern in Göttingen knapp unter 30% liegt, sieht man eBikes doch nicht ganz so häufig, was aber auch daran liegt, dass die Studenten nicht das Hauptklientel der eBike-Hersteller sind.

eRadschnellweg - Christophorusweg © Stadt Göttingen

eRadschnellweg – Christophorusweg © Stadt Göttingen

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