Derby Cycle widerspricht Stiftung Warentest

Eins von zwei eBikes von Derby Cycle - Raleigh Dover Impuls 8R HS | Bild: Raleigh Univega GmbH

Eins von zwei getesteten eBikes von Derby Cycle | Raleigh Dover Impuls 8R HS | Bild: Raleigh Univega GmbH

Die Stiftung Warentest hat auch in diesem Jahr wieder E-Bikes von verschiedenen Herstellern getestet und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des test-Magazins veröffentlicht. Unter anderem wurden das Kalkhoff Agattu Impulse 8R HS und das Raleigh Dover Impulse 8R HS von Derby Cycle (Cloppenburg) getestet.

Obwohl die Modelle bei Fahrverhalten und Fahrsicherheit als Sieger hervorgingen und auch den Reichweitentest sowie das Ausstattungsranking klar anführten, erreichten beide E-Bikes im Gesamtergebnis keine Bestnoten. Beanstandet wurden ein Bruch bei der Sattelstützenklemmung bzw. ein Anriss der Sattelstütze. Derby Cycle geht davon aus, dass beides Folgen nicht praxis- und normgerechter Testaufbauten sind.

Testergebnis stimmt nicht mit Markterfahrungen von Derby Cycle überein

„Dieses Testergebnis stimmt in keiner Weise mit unseren langjährigen Markterfahrungen sowie den Ergebnissen eigener Tests und den von unabhängigen Prüfinstituten überein. Die Raleigh-Sattelstütze sowie der Kalkhoff-Rahmen haben unsere internen Tests seit 2008 mehrfach bestanden, wobei unsere Prüfkriterien sogar höher angelegt sind, als es die EN-Norm vorschreibt. Bei 123.000 ausgelieferten baugleichen Raleigh-Modellen und 100.000 Kalkhoff-Rädern sind bisher keine dieser Mängel bekannt, auch sind bisher keine Reklamationen oder Rückläufer bei uns eingegangen. Zudem hat die Stiftung Warentest beide Räder mit identischen Rahmen und Sattelstützen bereits im vergangenen Jahr ohne Beanstandungen getestet“, sagt Thomas Raith, Geschäftsführer der Derby Cycle Holding GmbH.
„Da wir von der Qualität unserer E-Bikes restlos überzeugt sind, werden wir für alle 2014 Modelle von Raleigh und Kalkhoff ab sofort eine Zehn-Jahres-Garantie auf den Rahmen geben“, so Raith.

Unabhängige Nachtests haben keine Beanstandungen ergeben

Die Stiftung Warentest habe vor der Veröffentlichung vom Hersteller geforderte Informationen über mögliche Nachprüfungen und zu den angewandten Testverfahren kategorisch abgelehnt, so dass die Testergebnisse für Derby Cycle nicht reproduzierbar gewesen seien. Deshalb habe Derby Cycle sofort umfangreiche Nachtests bei unterschiedlichen unabhängigen Prüfinstituten in Auftrag gegeben und die Ergebnisse der Stiftung Warentest noch vor der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Alle Nachtests hätten keine Beanstandungen ergeben, betont das Unternehmen.

„Die Darstellung derartig verzerrter Ergebnisse kommt u. E. einer Verbrauchertäuschung gleich. Wir behalten uns juristische Schritte gegenüber der Stiftung Warentest vor“, kritisiert Raith das Kommunikationsverhalten der Stiftung Warentest.

Negative Auswirkungen für die E-Bike-Branche und -Händler

Die Veröffentlichung könne Umsatzeinbußen für Hersteller und Händler nach sich ziehen und das Verbrauchervertrauen in E-Bikes schmälern und für einen wirtschaftlichen Schaden sorgen, warnt Raith.

Zur Verdeutlichung, dass die eBikes von Derby Cycle allen Anforderungen entsprechen, hat Derby Cycle im Pressebereich die internen Testergebnisse zum Download bereitgestellt. [zum Download]

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Heindl Server GmbH veröffentlicht und erschien auf emobilserver.de.

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