Das Start-up Freygeist meldet Insolvenz an

Gleich die zweite Insolvenz eines eBike-Herstellers im neuen Jahr. Das Start-up Freygeist meldet in Österreich und Deutschland Insolvenz an und hinterlässt viele Fragen.

Eigentlich wollte Freygeist das eBike neu erfinden. Unauffällig und leicht sind die eBikes, deren Elektro-Komponenten unsichtbar integriert sind. Dafür hat das Unternehmen rund 1,5 Mio. Euro über die Crowdfunding Plattform Companisto von 1107 Investoren eingesammelt. Und obwohl im letzten Jahr 500 eBikes verkauft wurden, ein strukturierter Vertrieb aufgebaut wurde und hunderte Bestellungen für die neue Saison vorliegen, lief dann doch einiges schief.

Freygeist eBike

Im August wurde die Geschäftsführung einem einzelvertretungsbefugten Geschäftsführer übergeben, der das Amt Ende November nach gerade einmal drei Monaten wieder niedergelegt hat. Derzeit ist er nicht erreichbar und kann somit kein Licht ins Dunkel bringen.

Auch die österreichischen Gesellschafter wissen nicht, wie es dazu kommen konnte und versuchen gerade den Sachverhalt intern aufzuarbeiten. Vorsichtshalber wurden in Österreich und Deutschland Insolvenzanträge eingereicht.

Ob das ganze mit der Insolvenz der Mifa in Zusammenhang steht, ist nach derzeiter Sachlage nicht klar. Das Unternehmen hatte in Deutschland eine Geschäftsbeziehung zum insolventen Zweiradhersteller. Mifa hat als Lohnfertiger für Freygeist die eBikes hergestellt. Mifa hat am 04.01.2017 beim Amtsgericht Halle einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt.


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