Batteriehersteller BMZ verdreifacht Produktionsfläche

Nach nur vier Jahren sind die deutschen Fertigungskapazitäten des Lithium-Ionen-Akku-Systemlieferanten BMZ schon wieder zu klein. Daher will das Unternehmen bis 2020 am Hauptsitz in Karlstein nochmals rund 45 Millionen Euro in den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten investieren.

Um der nach wie vor rasant steigenden Nachfrage nach »intelligenten« Lithium-Ionen-Speicherlösungen unterschiedlichster Größe auch in Zukunft Rechnung tragen zu können, will BMZ (Batterien-Montage-Zentrum GmbH), trotz eigener Assemblierungsstätten in China, Polen und den USA, in den nächsten Jahren vor allem am Standort Deutschland weiter kräftig investieren. »Ein High-Tech-Unternehmen wie BMZ benötigt neben modernstem Equipment und einer gut funktionierenden Infrastruktur vor allem hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter. Solange wir in Deutschland ausreichend davon finden, werden wir als Hersteller besonders hochwertiger und langlebiger Akkusysteme nicht nur unsere Entwicklungs-, sondern auch unsere Fertigungsaktivitäten hierzulande weiterhin sukzessive ausbauen«, so der Firmengründer Sven Bauer anlässlich des offiziellen Spatenstichs für den neuen Firmenhauptsitz im Industriegebiet »Zeche Gustav« in Karlstein.

(v.l.): Michael Hennemann (Leiter Projektentwicklung/Liegenschaften RWE Power), Landrat Aschaffenburg Dr. Ulrich Reuter, Sven Bauer (Geschäftsführer BMZ GmbH, MdB Andrea Lindholz, Thomas Orth (M&P Planungsbüro- Zuständiger Bauleiter), Winfried Bruder (Bürgermeister Gemeinde Karlstein), MdL Peter Winter, Peter Körfer (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main), Marco Schütz (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main) und Daniel Fabbiano (Werksleiter BMZ).

(v.l.): Michael Hennemann (Leiter Projektentwicklung/Liegenschaften RWE Power), Landrat Aschaffenburg Dr. Ulrich Reuter, Sven Bauer (Geschäftsführer BMZ GmbH, MdB Andrea Lindholz, Thomas Orth (M&P Planungsbüro- Zuständiger Bauleiter), Winfried Bruder (Bürgermeister Gemeinde Karlstein), MdL Peter Winter, Peter Körfer (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main), Marco Schütz (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main) und Daniel Fabbiano (Werksleiter BMZ).

Für die Realisierung des insgesamt rund 45 Millionen teuren Projektes sind mehrere bedarfsorientierte Bauabschnitte vorgesehen. Dadurch steigt sich die zur Verfügung stehenden Grundstücksflächen in den nächsten Jahren sukzessive von derzeit 12.000 m² auf dann 55.000 m². In einem ersten Bauabschnitt werden zwei Hallen mit jeweils rund 4500 m² Produktions-, und Logistik- und Bürofläche entstehen. Zwei weitere jeweils 4500 m² große Produktionshallen mit je zwei hochflexibel einsetzbaren Fertigungslinien, ein neues Verwaltungsgebäude und 1400 m² zusätzliche Laborfläche sollen abhängig von der Nachfrageentwicklung nach Lithium-Ionen-Akkus bis spätestens Ende 2020 folgen.


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»Läuft alles nach Plan, können dann allein in Karlstein 1500 BMZ-Mitarbeiter jährlich bis zu 80 Millionen Lithium-Ionen-Akkus unterschiedlichster Größe mit einer Speichergesamtleistung von rund 5 GWh fertigen. Wir haben uns für dieses modulare Ausbaukonzept entschieden, weil wir so die Investitionsrisiken minimieren und trotzdem extrem flexibel auf künftige Marktentwicklungen reagieren können«, erklärt Sven Bauer.

Bild: BMZ
Text: Ralf Higgelke | elektroniknet.de

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